Schon wieder Wasserturm

(Aquarell)

Der Wasserturm, der in diesem Sommer seine Restaurierung der Wetterseite erhalten wird, ist immer wieder ein beliebtes Wanderziel. Von Eiertrudeln, Geocaching, Pilgerzwischenziel, Grillplatz und vieles mehr, bietet er immer einen interessanten Grund zum Ansteuern.

Diesmal locker, so wie ein Aquarell meiner Meinung nach sein sollte. Bei Gebäuden ist das immer ein schwieriger Spagat zwischen Perspektive, Wiedererkennungswert und angestrebter lockeren Pinselführung. Fehlerstellen, die optisch nicht korrekt sind, können hier auch mal vernachlässigt werden.  Hier auf Gelb und Braun reduziert und wie schnell hingeschmiert wirken mehr als ein exakt, in allen Details ausgearbeitetes Abbild.

Kommentar erwünscht.

Die Breitscheidstraße in Eilsleben

(Tusche mit Skribent)

Im Jahr der Wende entstanden viele Bilder, die ich mit Skribent, also mit Ausziehtusche nach Foto anfertigte. Alles Regionale Motive. Es war die Idee für einen Kalender. Euphorisch, wie Viele, dachte ich an ein gutes Geschäft. Aber der Ruf der Freiheit ging erst mal in die Ferne und zu den glänzenden neuen Dingen, die uns die Werbung versprochen und doch nicht erreichen lies. Verständlich war nun erst mal das dran. Viele kamen mit den neuen Spielregeln nicht zurecht. Einige zerbrachen daran.  Drei nicht nur an das Geschäft denkende Druckereigeschäfte in Schöningen und Helmstedt, raten mir von dem Kalenderprojekt ab. Das Risiko, darauf sitzen zu bleiben, wäre zu groß.  Aus dem Kalender wurde nichts. Als Zeitzeugnisse habe ich sie aber z.T. als Originale erhalten.

Der Bf. Eilsleben

(Aquarell)

Vor Restaurierung und Leerstand war eine Menge Leben auf dem Bahnhof. Mit Aufsicht, auch Kohlehaufen, Reisenden, die auf den pünktlichen Personenzug warteten, kostenlosem Fahrradschuppen usw.. Alter Bahnsteig mit Bohlenweg nur für Bahnpersonal, was von Allen respektiert wurde. Alle Fahrgäste gingen durch den nicht neu gestrichenen, aber auch nicht beschmierten Tunnel. Dafür sorgte die Transportpolizei und „Meister Wichtig“ der ABV (Abschnittsbevollmächtigter der Volkspolizei). Bei der heutigen Arbeitsproduktivität und den entsprechenden Steuereinnahmen rechnet sich das nicht mehr. Daher der Ist-Zustand. Die Zugverbindungen sind heute schneller, unzuverlässiger. Aber der Fahrkartenautomat hat seine Befindlichkeiten, wie einst die Angestellten am Fahrkartenschalter. Alles ist anders aber nicht unbedingt besser.

Korsika

Den ganzen Tag wandern durch herrliche Berglandschaften. Am Tag oft mehr als 1.000 Meter Höhenunterschied und ca. 20 Km Laufstrecke.  Anstrengend, aber gewollt. Eine tolle Gruppe, die dank unserer drei Tage später eintreffenden Koffer, alles dafür taten, damit wir an den Wanderungen teilnehmen konnten. Turnschuhe, T- Shirts, Strümpfe usw. wurden uns geliehen. Gegenseitige Hilfe bei kitzligen Kletterstellen schweißten die Gruppe zusammen. Baden im eiskalten Gebirgsbach. Total kaputt, aber stolz auf die eigene Leistung im Quartier ankommen, deftiges Essen nach dem Duschen und ein entspannender Schlaf, bis es am nächsten Morgen wieder losgeht. Das versteht nur, wer es selber mal gemacht hat. Das Bild ist ein Ort, wo wir allein an einem freien Tag entspannt haben. Dort begegneten wir ein jugendliches Pärchen, Engländer, die wir, weil Korsika sehr klein ist, öfters wiedersahen und uns immer freundlich grüßten.

Irland

Busreise mit viel Info und irischer Folklore. Regen und Sonne in ständigem Wechsel, Ginsterblüte im Mai, Trockenmauern anstelle von Zäunen, alte Klosterruinen und Steilküste, Generationentreff im Pub und Guinness. Alles interessante Sachen. Mich beeindruckten mehr die Keltische Vergangenheit und die Verbreitung des Christentums aus einem Land der Druiden über Europa vom 10 – 12 Jahrhunderts. Begünstigt durch Machtinteressen oder hat der neue Glaube überzeugt, der in Latein verkündet wurde, den der normale Mensch nicht beherrschte?    

Kanada

Meine Verwandten in und um Toronto zu besuchen war erst nach der Wende möglich. Die Vorbereitung war langwierig und so war Zeit für Volkshochschule Englisch. Das brauchten wir dann auch beim Flug. In Toronto kaum noch denn meine Cousinen wollten alle mal wieder Deutsch und am liebsten mit Magdeburger Dialekt hören. Nun zu den Eindrücken. Kein Gebäude älter als 200 Jahre. Sehr weit bis sich die Landschaft ändert. Beeindruckend die Art zu bauen. Siedlungen Hütte an Hütte mit ca. 1 Meter Gras ringsum. Dann verkleidete Pappbauten im Südstaatenstiel, Wolkenkratzer in einer kleinen City und nach langer Autofahrt natürlich die Niagarafälle. Den Indiensommer haben wir leider nur auf Fotos gesehen. Dann, wie meine Cousinen sagten, -40 Grad im Winter, ein weiterer guter Grund hier zu bleiben. Trotzdem eine schöne Erinnerung. Bild als Bleistiftzeichnung ausgearbeitet und als Aquarell, das eine gut durchdachte Schrittfolge bei der Ausführung erfordert.

Ägypten

Erster Urlaub nach dem Hausbau. Hier habe ich die Haupteindrücke, wie bei den anderen Urlaubskizzen ineinander verschmelzen lassen. So krasse Unterschiede von Armut und Reichtum kannten wir nicht. Besichtigungen uralter, zerfallener Kultur. Nil, Tempel, Pyramiden, Wüstenlandschaft und senkrecht stehende, brennende Sonne eigentlich nur so in einem Bild zu verarbeiten.

Sichtart

Mit einem Augenzwinkern unterwegs zu sein gelingt nicht jedem. Die Bilder, die sowohl das eine, als auch das andere als Aussage möglich machen sind für mich eine Herausforderung. Durch meine Illustrationen in verschiedenen Büchern von  G. Hirschligau, Klinkhammer mit „Fischgedichten“ und zuletzt J. Nebauer mit „Der Burgwart von Botfeld“ habe ich diese schwarz/weiß Darstellungen ausführlich kennengelernt. Speziell sollte man bei diesem Bild des Deutschen Michel darauf achten, ob die Nase rechts oder links ist. Auch der Rahmen ist eine optische Täuschung. Ich möchte damit einer optimistischeren Sicht-Art den Weg bahnen. Pessimisten gibt es ja schon genug. Also für das neue Jahr nach vorn blicken. Alles wird gut. Weiterlesen

Rodelberge

Rodelberge waren sowohl für Kinder, als auch für Jugendliche ein Magnet. In Eilsleben kannte ich den Fuchsberg zur Wormsdorfer Straße. Damals fuhr noch die Bahn nach Völpke und die Rüben- und Kohlewagen wurden am ehemaligen Bahnübergang hin und her rangiert. Der andere war „Meistrings Berg“ von der Feuerwehr auf Timmes Haus zu und der Hohe Berg, der steilste. Von Gropes Haus angefangen mit einer Sprungschanze bei Endes Fleischerei und dann steiler zur Ostendstraße runter. Zwischen 16 und 19 Uhr waren oft zwischen 25 bis 100 Kinder und Jugendliche da. Ohne Aufsicht. Mehrere Schlitten wurden hintereinander gebunden. Ich glaube, „Schlange“ wurde das genannt. Kinder hatten ihren Spaß und Kälte war selbstverständlich. Jeder zog das an, was er hatte. Keine Markensachen, die gab es noch nicht. Die Jugend war auch da, rodelte nur ab und zu und lebte die Pubertät aus. Ohne Gewalt. Das Kräftemessen untereinander war spielerisch und fair. Sonst gab es Ärger. Zu Haus und in der Schule. Man kannte sich und seine Grenzen.

Wenn man dann wieder ins Warme kam, begann das „Kribbeln“. Unangenehm, aber das nahm man in Kauf. Wer kennt das heute noch. Die Ostendstraße war bei Schnee gesperrt. Von der Gemeinde – wegen „Rodeln der Kinder“.

Schneepflug

Schneepflug

Die Eisenbahnbilder im Winter entstanden durch meinen Beruf und die Guten hängen jetzt als Dauerausstellung in Quedlinburg in der Pölke Straße 38. Auch dort sind Winterbilder mit dabei. Mein Favorit ist der Schneepflug. Diese Dienste waren immer eine Herausforderung wo die Vorschriften im eigenen Ermessungsbereich lagen. Risiko und Mut dazu waren immer grenzwertig.

An der Bärburg

Dort haben wir oft als Kinder gespielt, alte Briefmarken und Inflationsgeldscheine gefunden. Naturstein und Fachwerk faszinieren mich noch immer.

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