Zuckerfabrik Eilsleben

Öl auf Hartfaser

Erinnerungen, die nur noch wenige ,,Alte“ kennen. Oft besuchte ich dort meinen Opa. Zurzeit der Kampagne an den Siedekesseln und im Sommer in der Elektrikerwerkstadt. In der 9. Klasse brachte uns Werner Klak bei, wie man einen Stecker und Schalter anbaut. Das hilft noch heute und spart in der Haushaltskasse. In der Essenbaracke, rechts im Bild, wo heute die Autowerkstatt ist, fand vor der entscheidenden Wahl 1990 die Aufklärung über Möglichkeiten und Risiken der Vereinigung Deutschlands, unter der Leitung meines ehemaligen Biologielehrers Erich Richards, statt.

Dann kam das Aus, der Abriss. Was blieb war das Pumpenrad und die Erinnerungstafel. Gerettet durch die Verwaltungsangestellten Frau Bätge und Frau Jolk. (nach einem Gestaltungsvorschlag von mir)

Wormsdorfer Idylle

Kugelschreiber auf Briefumschlag

Zeichnungen mit Kugelschreiber sind fast so schnell wie Bleistiftzeichnungen. Radieren fällt natürlich aus. Da sollte man schon vom Bildaufbau und der Technik her sicher sein. Die Haltbarkeit ist relativ. Im direkten Licht kann das Farbmedium Kugelschreiberschwarz schon mal ins Rötliche ausbleichen.

Diese Wormsdorfer Verfallsansicht war sehr malerisch. Inzwischen verrohrt und nicht mehr vergleichbar. Der Verfall ist in unserem Leben nicht positiv besetzt, obwohl er dazugehört.

Fischgedichte

Tusche/ Aquarell    Illustrationen zu Texten von Herrn Klinkhammer

Die Gedichte fand ich klasse. Eine Herausforderung sie zu Bebildern. Tolle Winterarbeit. Das Buch erschien mit meinen Illustrationen. Auf das vereinbarte Honorar warte ich schon 7 Jahre erfolglos.

Schon wieder Wasserturm

(Aquarell)

Der Wasserturm, der in diesem Sommer seine Restaurierung der Wetterseite erhalten wird, ist immer wieder ein beliebtes Wanderziel. Von Eiertrudeln, Geocaching, Pilgerzwischenziel, Grillplatz und vieles mehr, bietet er immer einen interessanten Grund zum Ansteuern.

Diesmal locker, so wie ein Aquarell meiner Meinung nach sein sollte. Bei Gebäuden ist das immer ein schwieriger Spagat zwischen Perspektive, Wiedererkennungswert und angestrebter lockeren Pinselführung. Fehlerstellen, die optisch nicht korrekt sind, können hier auch mal vernachlässigt werden.  Hier auf Gelb und Braun reduziert und wie schnell hingeschmiert wirken mehr als ein exakt, in allen Details ausgearbeitetes Abbild.

Kommentar erwünscht.

Die Breitscheidstraße in Eilsleben

(Tusche mit Skribent)

Im Jahr der Wende entstanden viele Bilder, die ich mit Skribent, also mit Ausziehtusche nach Foto anfertigte. Alles Regionale Motive. Es war die Idee für einen Kalender. Euphorisch, wie Viele, dachte ich an ein gutes Geschäft. Aber der Ruf der Freiheit ging erst mal in die Ferne und zu den glänzenden neuen Dingen, die uns die Werbung versprochen und doch nicht erreichen lies. Verständlich war nun erst mal das dran. Viele kamen mit den neuen Spielregeln nicht zurecht. Einige zerbrachen daran.  Drei nicht nur an das Geschäft denkende Druckereigeschäfte in Schöningen und Helmstedt, raten mir von dem Kalenderprojekt ab. Das Risiko, darauf sitzen zu bleiben, wäre zu groß.  Aus dem Kalender wurde nichts. Als Zeitzeugnisse habe ich sie aber z.T. als Originale erhalten.

Der Bf. Eilsleben

(Aquarell)

Vor Restaurierung und Leerstand war eine Menge Leben auf dem Bahnhof. Mit Aufsicht, auch Kohlehaufen, Reisenden, die auf den pünktlichen Personenzug warteten, kostenlosem Fahrradschuppen usw.. Alter Bahnsteig mit Bohlenweg nur für Bahnpersonal, was von Allen respektiert wurde. Alle Fahrgäste gingen durch den nicht neu gestrichenen, aber auch nicht beschmierten Tunnel. Dafür sorgte die Transportpolizei und „Meister Wichtig“ der ABV (Abschnittsbevollmächtigter der Volkspolizei). Bei der heutigen Arbeitsproduktivität und den entsprechenden Steuereinnahmen rechnet sich das nicht mehr. Daher der Ist-Zustand. Die Zugverbindungen sind heute schneller, unzuverlässiger. Aber der Fahrkartenautomat hat seine Befindlichkeiten, wie einst die Angestellten am Fahrkartenschalter. Alles ist anders aber nicht unbedingt besser.

Korsika

Den ganzen Tag wandern durch herrliche Berglandschaften. Am Tag oft mehr als 1.000 Meter Höhenunterschied und ca. 20 Km Laufstrecke.  Anstrengend, aber gewollt. Eine tolle Gruppe, die dank unserer drei Tage später eintreffenden Koffer, alles dafür taten, damit wir an den Wanderungen teilnehmen konnten. Turnschuhe, T- Shirts, Strümpfe usw. wurden uns geliehen. Gegenseitige Hilfe bei kitzligen Kletterstellen schweißten die Gruppe zusammen. Baden im eiskalten Gebirgsbach. Total kaputt, aber stolz auf die eigene Leistung im Quartier ankommen, deftiges Essen nach dem Duschen und ein entspannender Schlaf, bis es am nächsten Morgen wieder losgeht. Das versteht nur, wer es selber mal gemacht hat. Das Bild ist ein Ort, wo wir allein an einem freien Tag entspannt haben. Dort begegneten wir ein jugendliches Pärchen, Engländer, die wir, weil Korsika sehr klein ist, öfters wiedersahen und uns immer freundlich grüßten.

Irland

Busreise mit viel Info und irischer Folklore. Regen und Sonne in ständigem Wechsel, Ginsterblüte im Mai, Trockenmauern anstelle von Zäunen, alte Klosterruinen und Steilküste, Generationentreff im Pub und Guinness. Alles interessante Sachen. Mich beeindruckten mehr die Keltische Vergangenheit und die Verbreitung des Christentums aus einem Land der Druiden über Europa vom 10 – 12 Jahrhunderts. Begünstigt durch Machtinteressen oder hat der neue Glaube überzeugt, der in Latein verkündet wurde, den der normale Mensch nicht beherrschte?    

Kanada

Meine Verwandten in und um Toronto zu besuchen war erst nach der Wende möglich. Die Vorbereitung war langwierig und so war Zeit für Volkshochschule Englisch. Das brauchten wir dann auch beim Flug. In Toronto kaum noch denn meine Cousinen wollten alle mal wieder Deutsch und am liebsten mit Magdeburger Dialekt hören. Nun zu den Eindrücken. Kein Gebäude älter als 200 Jahre. Sehr weit bis sich die Landschaft ändert. Beeindruckend die Art zu bauen. Siedlungen Hütte an Hütte mit ca. 1 Meter Gras ringsum. Dann verkleidete Pappbauten im Südstaatenstiel, Wolkenkratzer in einer kleinen City und nach langer Autofahrt natürlich die Niagarafälle. Den Indiensommer haben wir leider nur auf Fotos gesehen. Dann, wie meine Cousinen sagten, -40 Grad im Winter, ein weiterer guter Grund hier zu bleiben. Trotzdem eine schöne Erinnerung. Bild als Bleistiftzeichnung ausgearbeitet und als Aquarell, das eine gut durchdachte Schrittfolge bei der Ausführung erfordert.

Ägypten

Erster Urlaub nach dem Hausbau. Hier habe ich die Haupteindrücke, wie bei den anderen Urlaubskizzen ineinander verschmelzen lassen. So krasse Unterschiede von Armut und Reichtum kannten wir nicht. Besichtigungen uralter, zerfallener Kultur. Nil, Tempel, Pyramiden, Wüstenlandschaft und senkrecht stehende, brennende Sonne eigentlich nur so in einem Bild zu verarbeiten.

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