Sichtart

Mit einem Augenzwinkern unterwegs zu sein gelingt nicht jedem. Die Bilder, die sowohl das eine, als auch das andere als Aussage möglich machen sind für mich eine Herausforderung. Durch meine Illustrationen in verschiedenen Büchern von  G. Hirschligau, Klinkhammer mit „Fischgedichten“ und zuletzt J. Nebauer mit „Der Burgwart von Botfeld“ habe ich diese schwarz/weiß Darstellungen ausführlich kennengelernt. Speziell sollte man bei diesem Bild des Deutschen Michel darauf achten, ob die Nase rechts oder links ist. Auch der Rahmen ist eine optische Täuschung. Ich möchte damit einer optimistischeren Sicht-Art den Weg bahnen. Pessimisten gibt es ja schon genug. Also für das neue Jahr nach vorn blicken. Alles wird gut. Weiterlesen

Rodelberge

Rodelberge waren sowohl für Kinder, als auch für Jugendliche ein Magnet. In Eilsleben kannte ich den Fuchsberg zur Wormsdorfer Straße. Damals fuhr noch die Bahn nach Völpke und die Rüben- und Kohlewagen wurden am ehemaligen Bahnübergang hin und her rangiert. Der andere war „Meistrings Berg“ von der Feuerwehr auf Timmes Haus zu und der Hohe Berg, der steilste. Von Gropes Haus angefangen mit einer Sprungschanze bei Endes Fleischerei und dann steiler zur Ostendstraße runter. Zwischen 16 und 19 Uhr waren oft zwischen 25 bis 100 Kinder und Jugendliche da. Ohne Aufsicht. Mehrere Schlitten wurden hintereinander gebunden. Ich glaube, „Schlange“ wurde das genannt. Kinder hatten ihren Spaß und Kälte war selbstverständlich. Jeder zog das an, was er hatte. Keine Markensachen, die gab es noch nicht. Die Jugend war auch da, rodelte nur ab und zu und lebte die Pubertät aus. Ohne Gewalt. Das Kräftemessen untereinander war spielerisch und fair. Sonst gab es Ärger. Zu Haus und in der Schule. Man kannte sich und seine Grenzen.

Wenn man dann wieder ins Warme kam, begann das „Kribbeln“. Unangenehm, aber das nahm man in Kauf. Wer kennt das heute noch. Die Ostendstraße war bei Schnee gesperrt. Von der Gemeinde – wegen „Rodeln der Kinder“.

Schneepflug

Schneepflug

Die Eisenbahnbilder im Winter entstanden durch meinen Beruf und die Guten hängen jetzt als Dauerausstellung in Quedlinburg in der Pölke Straße 38. Auch dort sind Winterbilder mit dabei. Mein Favorit ist der Schneepflug. Diese Dienste waren immer eine Herausforderung wo die Vorschriften im eigenen Ermessungsbereich lagen. Risiko und Mut dazu waren immer grenzwertig.

An der Bärburg

Dort haben wir oft als Kinder gespielt, alte Briefmarken und Inflationsgeldscheine gefunden. Naturstein und Fachwerk faszinieren mich noch immer.

Dormitio

Die Dormitio auf dem Berg Zion in Jerusalem. Sie hat uns jeden Morgen beim ersten Blick aus dem Dachfenster begrüßt. Dann wurde uns wieder bewusst – wir sind wieder drei Monate hier in Jerusalem. Verrückt und interessant.

Immer wieder Wasserturm

Das  Motiv,  welches ich schon unzählige Male verwendet habe. Anfangs mal auf Frühstücksteller als Exportschlager für Westverwandte. Bleistiftzeichnung so mal nebenbei und als dankbares Hintergrundmotiv auf Wandbildern. Kein Wunder, vielleicht wurde ich dort gezeugt. Als Kindergartenkind und Indianer habe ich dort gespielt. Mit der ersten Freundin diesen Ort besucht. Als Heizer und Lokführer bin ich oft daran vorbeigefahren. Nach der Wende mit einer Handvoll „Verrückter“ haben wir den Verfall gestoppt und dann an eine tolle Truppe von über 40 Mitgliedern übergeben. Die guten Erinnerungen sind prima.